Stark zu starten ist leicht. Stark zu beenden ist Führung.

Warum Führungskräfte ihre persönlichen Ziele aufgeben — und wie sie das Jahr stark beenden

Führung scheitert selten zuerst in Organisationen.
Sie scheitert fast immer zuerst in der Führungskraft selbst.

Jedes Jahr im Januar setzen sich Führungskräfte persönliche Ziele:
bessere Gesundheit, mehr Fokus, geistliche Tiefe, klarere Prioritäten, bessere Balance.

Und doch geben viele diese Ziele bereits nach wenigen Wochen auf. Studien sprechen vom sogenannten „Quitter’s Day“ – meist Mitte Januar – dem Zeitpunkt, an dem die Mehrheit ihre Vorsätze stillschweigend beendet.

Das ist kein Mangel an Ehrgeiz.
Es ist ein Mangel an Selbstführung.

Warum selbst starke Führungskräfte ihre persönlichen Ziele verfehlen

1. Führungskräfte verlassen sich auf Willenskraft statt auf Disziplin

Führungskräfte sind es gewohnt, sich durchzubeißen.
Doch Willenskraft ist begrenzt. Disziplin ist ein System.

Ziele scheitern nicht, weil Motivation fehlt, sondern weil keine stabilen Routinen aufgebaut werden.

„Die Pläne der Fleißigen führen zum Gewinn.“
(Sprüche 21,5)

Leadership-Realität:
Motivation startet ein Ziel. Disziplin trägt es über Monate.

2. Führungskräfte zählen die persönlichen Kosten nicht

Viele Ziele werden gesetzt, ohne ehrlich zu prüfen, was sie kosten werden:
Zeit, Energie, Komfort, Gewohnheiten, Verzicht.

Jesus beschreibt genau diesen Fehler:

„Wer einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten?“
(Lukas 14,28)

Leadership-Wahrheit:
Wenn der Preis nicht im Voraus akzeptiert wird, wird er später zum Abbruchgrund.

3. Es entsteht ein Konflikt zwischen Ziel und Identität

Viele Führungskräfte setzen Ziele, die ihrer gelebten Identität widersprechen.

Sie wollen Ruhe, belohnen aber Dauerstress.
Sie wollen Tiefe, priorisieren aber Geschwindigkeit.
Sie wollen Gesundheit, schützen aber Bequemlichkeit.

„Wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.“
(Sprüche 23,7)

Leadership-Prinzip:
Menschen erreichen nicht dauerhaft Ziele, die nicht zu ihrem Selbstbild passen.

4. Es fehlt persönliche Rechenschaft

Viele Führungskräfte halten andere zur Verantwortung – bleiben selbst aber unbeobachtet.

Doch Wachstum ist kein Einzelprojekt.

„Zwei sind besser als einer… fällt einer, so hilft der andere ihm auf.“
(Prediger 4,9–10)

Leadership-Realität:
Isolation fühlt sich effizient an, untergräbt aber langfristige Konsequenz.

5. Führungskräfte brechen ab, wenn Widerstand auftritt

Die meisten Ziele werden nicht aufgegeben, weil sie falsch sind, sondern weil sie unbequem werden.

Die Bibel beschreibt dieses Muster offen:

„Sie glauben eine Zeit lang, aber in der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.“
(Lukas 8,13)

Leadership-Wahrheit:
Widerstand ist kein Zeichen des Scheiterns, sondern ein Zeichen von Entwicklung.

Wie Führungskräfte ihre persönlichen Ziele wirklich erreichen

1. Weniger Ziele setzen – dafür tiefere

Ein bis drei wirklich bedeutende Ziele sind wirkungsvoller als viele oberflächliche.

„Eines aber tue ich…“
(Philipper 3,13)

2. Ziele als Identitätsaussagen formulieren

Nicht nur: „Ich will …“
Sondern: „Ich bin jemand, der …“

Identität steuert Verhalten.

3. Tägliche Nicht-Verhandelbares definieren

Was ist der kleinste Schritt, den du auch an schlechten Tagen gehst?

„Wer im Geringen treu ist, der ist auch im Großen treu.“
(Lukas 16,10)

4. Verbindliche Rechenschaft einbauen

Ein Mentor, ein Peer, eine vertraute Person – jemand, der nachfragt.

„Pläne gelingen durch Beratung.“
(Sprüche 20,18)

5. Im Voraus entscheiden, nicht aufzugeben

Ausdauer ist keine Emotion.
Sie ist eine Entscheidung, die man trifft, bevor es schwierig wird.

„Lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt.“
(Hebräer 12,1)

Zum Abschluss

Januar zeigt Absicht.
Dezember zeigt Führung.

Die entscheidende Frage ist nicht, wie stark du beginnst,
sondern wie konsequent du dich selbst führst, wenn niemand zuschaut.

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“
(2. Timotheus 4,7)

Wenn du dieses Jahr nicht nur starten, sondern stark beenden willst, beginnt alles mit Selbstführung.

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